Juliette Greco - Un jour d'été


· Latest studio album of
  Juliette Gréco
· Lyrics by Jean-Claude Carrière,
  Compositions by Gerard Jouannest
· 20-page Booklet
· Lyrics of all songs and
  many photos

Style: Chanson
Format: CD
 
:: Juliette Greco - Un jour d'été
1. Un Jour D'été
2. C'etait Un Train De Nuit
3. Silence
4. Le Contre-Ecclesiaste
5. Erotique 1
6. Valse
7. La Réponse Du Roi
8. La Porte Du Jour
9. Planète
10. Passages
11. Tard
12. Comme Une Idée
:: Information Choice of language: 

Ihre Farbe ist das Schwarz, und sie hat eine ganze Generation junger Menschen dazu gebracht, ebenfalls in schwarzen Pullovern herumzulaufen. Ihre Stimme ist rauh, und sie bezaubert ein Millionenpublikum heute wie vor 50 Jahren. Vor 50 Jahren? In der Tat ist Juliette Gréco, die einzigartige, die unverwechselbare, die große Diva des Chansons schon ein halbes Jahrhundert lang als Botschafterin der französischen Kultur unterwegs. In ihrem Metier gehört sie zu den prägenden Gestalten, ja zu den wahren Legenden des 20. Jahrhunderts. Gleich neben den Pariser Hallen, wo die Surrealisten ihr Lieblingslokal hatten, begann sie 1946 ihre Laufbahn - barfuss wohlgemerkt. "Boeuf sur le toit" nannte sich der Laden - der Ochse auf dem Dach; und Jean-Paul Sartre hieß der Autor der existentialistischen und aufrührerischen Texte, die sie damals vortrug. Schwarz war auch damals schon ihre Farbe. "Ich konnte eigentlich nicht singen", behauptete sie später. Was wohl so ganz zutreffend nicht gewesen sein kann - denn immerhin schaffte sie es, Autoren wie Jean Cocteau, Albert Camus und Francois Mauriac für sich zu begeistern. "Jujube", so wird sie von den Franzosen genannt, und in diesem Kosenamen spiegelt sich die Liebe und die Verehrung, die ihre Landsleute ihr entgegenbringen. Und diese Zuneigung wiederum gründet sich wohl vor allem auf die Aufrichtigkeit und Geradlinigkeit der großen Künstlerin, die nie auf Effekte setzte, nie dem Starkult anheimfiel, nie die Äußerlichkeit und die Pose suchte. Besonders bewundert wird heute wie vor 50 Jahren ihre Fähigkeit, gerade auf die Wirkung der leisen Töne zu setzen. Das beherrscht sie wie kaum jemand sonst. Engagiert sein, das müsse man schon, erklärte sie, aber "man muss leise schreien, sonst hört einen keiner". 1927 in Montpellier geboren, zeigte ihr das Leben frühzeitig seine harten und unerfreulichen Seiten. Die Mutter war in der Résistance; sie selbst wurde im Zuge der allgemeinen Wirren für drei Wochen ins Frauengefängnis gesteckt. Damals war sie 16, und wenig später war ihr klar, daß sie zum Theater wollte. In Paris fand sie eine kleine Pension, in der sie lebte, und schon bald wurde sie von Jean-Louis Barrault und Pierre Dux in die Geheimnisse der Schauspielkunst eingewiesen. Als Jean Cocteau 1950 seinen Film "Orphée" drehte, da stand sie auf seiner Besetzungsliste. Seitdem ist sie immer wieder vor die Filmkameras zurückgekehrt. Eine so lange Karriere wie die von Juliette Gréco kennt ihre Aufschwünge, aber natürlich auch die unvermeidlichen Abwärtsbewegungen. So wurde es denn ab und zu mal ruhig um die Grande Dame mit der langen, schwarzen Mähne, die sich 1968 in der Mai-Bewegung engagierte.1983 zog sie sich ganz ins Privatleben zurück - na ja, so ganz eben doch nicht, denn seit 1991 ist sie wieder voll im Geschäft und feiert internationale Triumphe. Die Königin von Saint-Germain-des-Près überrascht einen eben immer wieder - "Je suis comme je suis", ich bin wie ich bin, singt sie denn auch. Und sie kann es noch, die Frau, von der Jean Cocteau sagte, dass ihre Stimme direkt aus dem Herzen kommt. Mit Grazie und großer, warmer, subtil verfeinerter Vokal- Gestik tritt die " Grande Dame de la Chanson " mit 12 neuen Stücken wieder ins Rampenlicht. Der französische Autor Jean Claude Carriere lieferte die Texte, Greco- Ehemann und Pianist Gérard Jouannest komponierte und orchestrierte. Dazu seufzt, singt die Greco wundervoll, wie man es von ihr gewohnt ist